Workcamp 2015

Bericht für die Zeitung von Hr. Meier

-Wagshurst (m). Seit  Anfang August findet am Schollenhof ein weiteres internationales Workcamp statt. Zur Unterstützung des Vereins "Integration Schollenhof" kamen 13 junge Menschen aus der Ukraine, der Türkei, aus frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, Taiwan und Korea nach Wagshurst. Sie alle studieren und sind zwischen 18 und 23 Jahre alt. Vermittelt wurden sie durch die Jugendaustauschorganisation Youth Action for Peace / Christlicher Friedensdienst (www.yap-cfd.de). Im Jahr 2013 wurde yap-cfd mit seinem Arbeitsfeldern in den ICJA Freiwilligenaustausch weltweit integriert. Seitdem führt yap-cfd seine beiden Programmformate Freiwilligendienste und Workcamps unter dem Dach des ICJA durch. Ziel ist es, einen Beitrag zur internationalen Verständigung und gegen soziale Ausgrenzung von Menschen leisten. Eines der Programme sind die Workcamps, sie  bedeuten gemeinsames Leben, Arbeiten und Lernen in einer internationalen Gruppe und dauern in der Regel 2 bis 3 Wochen. Die Teilnehmer arbeiten in dieser Zeit in sozialen Projekten mit Kindern, Jugendlichen und behinderten Menschen, in Umweltprojekten und Friedensinitiativen. 
Nach den sehr guten Erfahrungen mit diesen Workcamps nahm Otto Grimmig (Oberkirch-Zusenhofen) vom Verein "Integration Schollenhof" wieder Kontakte mit der Organisation auf, die das Projekt dann auch ausschrieb. Als Teamerinnen waren Rosa Lotte Wellendorf und Lea zuch bereit, die Leitung des Workcamps zu übernehmen. Für die Unterstützuung vor Ort sorgte Patrick Grimmig aus Oberkirch.
Die Teilnehmer des Camps wurden am Bahnhof in Achern abgeholt. Es waren Inan und Che (Korea), Tuba (Türkei), Achraf und Francesca (Italien), Julia (Spanien), Ava (Taiwan), Severina und olena (Ukraine), Ivan (Mexico) und die Leiterinnen Rosa Lotte und Lea (Deutschland). Die Kennenlern-Spiele, mit denen die Teamer auf dem Seminar auf die ersten Gespräche in der Gruppe vorbereitet wurden, machten Spaß, und schon gleich am Abend entwickelten sich in überwiegend englischer Sprache vielfältige Gespräche über die Heimat der Teilnehmer, ihre Interessen und Ziele. 
Die nächsten Tage ging es dann an die Arbeit, bis zu 6 Stunden täglich waren hierfür vorgesehen. Viel Spaß machte es, beim Kinderspiele-Nachmittag beim Sportfest in Zusenhofen zu helfen, zumal die Verstä#ndigung mit den Kindern nicht immer ganz einfach war. Ein weiteres Projekt war es, die Umzäunung für das Pony "Samy" zu erneuern und die Koppel zu dann konnten Fahrräder der Fahrradstation instandgesetzt und repariert werden. Die Mitglieder des Workcamps arbeiten nur für Unterkunft und Verpflegung, ihre Anreise haben sie selbst bezahlt. Die Arbeit machte offensichtlich Spaß. 
Ziel des Workcamps war natürlich auch, dass die Teilnehmer durch ihren Aufenthalt auch einen Teil Deutschlands kennen lernen. Deshalb war dann auch nach Arbeitsschluss und am Wochenende ein Besichtigungsprogramm geplant. 
So gab es Radtouren in die nähere Umgebung, auch Burgen im näheren Umkreis wurden besichtigt. Ein Besuch in Straßburg stand ebenso auf dem Programm wie eine Schwarzwald-Rundfahrt zur Hornisgrunde mit Besuch des Lotharpfades und der Allerheiligen-Wasserfälle.
Die Teilnehmer des Workcamps fühlen sich hier sehr wohl, da waren sich alle einig. "Eine sehr interessantes Projekt, alles läuft super, und wir sind eine wirklich tolle Truppe", betonte Rosa Lotte Wellendorf. Ein großes Lob galt Otto Grimmig für die optimale Vorbereitung und Unterstützung. Der Austausch der Kulturen war für alle interessant, unter anderem kochten die Teilnehmer für die ganze Gruppe auch jeweils ein typisches Nationalgericht ihrer Heimat. Auch die Bevölkerung und örtliche Betriebe standen dem Projekt sehr aufgeschlossen gegenüber: wie schon bei den vergangenen Workcamps es gingen Spenden für das Essen ein, auch Kuchen wurde vorbeigebracht.