Weihnachten 2016
Lebende Krippe im historischen Schollenhof
Wagshurst

Wie bereits in den letzten Jahren wird auch in diesem Jahr in den Stallungen des Schollenhofes vom 1.Advent bis Heiligabend eine lebende Krippe aufgebaut sein.
Die Besucher können an den Adventssonntagen von 13:00 - 17:00 Uhr die Krippe besichtigen und während der Woche können Kindergärten, Schulen oder Vereine dort ihr eigenes Krippenspiel aufführen.
Die Stallungen bieten Platz für ca. 50 Pers. In der gemütlichen Bauernstube kann man bei Kaffee und Kuchen oder bei einem Gläschen Glühwein die Atmosphäre auf sich wirken lassen. Gönnen Sie sich eine kurze Zeit der Besinnung bei einem Besuch auf dem Schollenhof mit den Tieren im Stall. Das Programm finden Sie hier

Geplant waren die Arbeiten schon früher, aber durch die SWR1 Aktion "Wer hiflt gewinnt" und die Eröffnung des neuen Hoflladens hat es sich ein bisschen verzögert. Größtenteils wurde das Projekt durch eine Spende der Sasbacher Kommunionkinder 2009 finanziert. Die Alten Herren aus Wagshurst und Herr Grimmig haben jetzt Anfang September mit mehreren Arbeitseinsätzen den nicht nur praktischen sondern auch optisch schönen barrierefreien Eingang zum Schollenhof fertiggestellt. Nicht nur ältere Menschen oder Rollstuhlfahrer, sondern auch Familien mit Kinderwagen haben jetzt viel einfacher die Möglichkeit, den Schollenhof und die gemütliche Stube bei Festen oder Veranstaltungen zu besuchen.

Anfang August fand am Schollenhof ein weiteres internationales Workcamp statt. Zur Unterstützung des Vereins "Integration Schollenhof" kamen 12 junge Menschen aus China, Spanien, Russland, Japan, aus Serbien, Taiwan und Korea nach Wagshurst. Sie alle studieren und sind zwischen 18 und 25 Jahre alt. Vermittelt wurden sie durch die Jugendaustauschorganisation Youth Action for Peace / Christlicher Friedensdienst (www.yap-cfd.de). Diese Organisation will einen Beitrag zur internationalen Verständigung und gegen soziale Ausgrenzung von Menschen leisten. Eines der Programme sind die Workcamps, sie  bedeuten gemeinsames Leben, Arbeiten und Lernen in einer internationalen Gruppe und dauern in der Regel 2 bis 3 Wochen. Die Teilnehmer arbeiten in dieser Zeit in sozialen Projekten mit Kindern, Jugendlichen und behinderten Menschen, in Umweltprojekten und Friedensinitiativen. 
Nach den sehr guten Erfahrungen mit diesen Workcamps nahm Otto Grimmig (Oberkirch-Zusenhofen) vom Verein "Integration Schollenhof" wieder Kontakte mit der Organisation auf, die das Projekt dann auch ausschrieb. Als Teamer waren Philipp Brandt und Jolana Högerle bereit, die Leitung des Workcamps zu übernehmen.
Die Teilnehmer des Camps wurden am Bahnhof in Achern abgeholt. Es waren Jeong (Korea), Hanyu und Lujia (China), Beatriz (Spanien), Valeriia (Russland), Yoo (Korea), Sanja (Serbien), Ting-Yi (Taiwan) und die Leiter Philipp und Jolana (Deutschland). Die Kennenlern-Spiele, mit denen die Teamer auf dem Seminar auf die ersten Gespräche in der Gruppe vorbereitet wurden, machten Spaß, und schon gleich am Abend entwickelten sich in englischer Sprache vielfältige Gespräche über die Heimat der Teilnehmer, ihre Interessen und Ziele.
Die nächsten Tage ging es dann an die Arbeit, bis zu 6 Stunden täglich waren hierfür vorgesehen. Da wurde beim Kinderspiele-Nachmittag in Zusenhofen geholfen und der Schopf für den Schollenhof-Traktor neu gestrichen, auch der Traktor selbst erhielt eine Grundierung und eine neue blaue Farbe. Renovierungsarbeiten galten auch verschiedenen Wänden. Nicht zuletzt wurde auch die Umzäunung für das Pony "Samy" erneuert und die Kräuterspirale hergerichtet. Auch bei schlechtem Wetter gab es Arbeit, so wurden neun Fahrräder der Fahrradstation instandgesetzt und repariert. Die Mitglieder des Workcamps arbeiten nur für Unterkunft und Verpflegung, ihre Anreise haben sie selbst bezahlt. Die Arbeit machte offensichtlich Spaß. Für viele der weiblichen Teilnehmer war es zum ersten Mal, dass sie mit Vorschlaghammer, Akkuschrauber und Steckschlüsselsatz "typische Männerarbeiten", wie sie es nannten, zu verrichten hatten.
Ziel des Workcamps war natürlich auch, dass die Teilnehmer durch ihren Aufenthalt auch einen Teil Deutschlands kennen lernen. Deshalb war dann auch nach Arbeitsschluss und am Wochenende ein Besichtigungsprogramm geplant. 
So gab es Besuche am Achersee und im Renchener Freizeitbad, Radtouren mit den neu hergestellten Fahrzeugen, auch die Schauenburg wurde besichtigt. Viel Spaß machte auch eine Kanufahrt auf einem französischen Fluss. Ein Besuch in Straßburg stand ebenso auf dem Programm wie eine Schwarzwald-Rundfahrt zur Hornisgrunde mit Besuch des Lotharpfades und der Allerheiligen-Wasserfälle.
Die Teilnehmer des Workcamps fühlen sich hier sehr wohl, da waren sich alle einig. "Eine sehr interessantes Projekt, alles läuft super, und wir sind eine wirklich tolle Truppe", so auch Philipp Brandt, der ebenso wie Jolana Hägerle erstmals ein solches Camp leitete. Der Austausch der Kulturen war für alle interessant, unter anderem kochten die Teilnehmer für die ganze Gruppe auch jeweils ein typisches Nationalgericht ihrer Heimat. Auch die Bevölkerung stand dem Projekt sehr aufgeschlossen gegenüber: wie schon bei den vergangenen Workcamps es gingen Spenden für das Essen ein, auch Kuchen wurde vorbeigebracht. Auch Betriebe der Region unterstützten das Projekt, so stiftete K + U das Brot, Flammkuchen von EDEKA Seifermann und Wurst- und Fleischwaren von der Metzgerei Blust.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok