Die Geschichte des Schollenhofes

Die erste urkundliche Erwähnung vom Schollenhof datiert vom 17. Dezember 1319. Laut urkundlichen Anlagen verkaufte Markgraf Friedrich von Baden eine Geld- und Fruchtrente aus einem Gute in Crienbach an die Tochter des Ritters Heinrich v. Selbach und ihre Erben. Der Schollenhof war zu dieser Zeit ein Lehengut der Pfarrei Renchen mit allen dazugehörigen Gütern. Somit feiern wir im Jahr 2019 das 700 -jährige Jubiläum am Schollenhof. Im Jahr 1799 wurde der Schollenhof der Pfarrei Wagshurst zugewiesen.
Über den Schollenhof gibt es sogar eine Legende. Vor etwa hundert Jahren erbat eine Frau vom fahrenden Volk der Zigeuner ein Almosen, wurde aber schnöde abgewiesen. Daraufhin belegte sie den Hof mit einem Fluch. Künftig sollten hier keine Kinder mehr geboren werden. Und es sollte so kommen. Drei Generationen lang gab es am Schollenhof keine Nachkommen mehr. Diese Geschichte wurde auf dem Friedhof auf dem Grabstein der Familie Walz verifiziert. Alle Nachkommen der Familie Walz sind adoptiert worden. Erst in der vierten Generation wurden am Schollenhof wieder Kinder geboren. 1992 musste der Hof zwangsversteigert werden. Danach stand er zehn Jahre leer und war dem Verfall nahe. Mit dem Ziel eine integrative Einrichtung zu gründen, hat die Familie Otto und Gisela Grimmig den Schollenhof im Jahr 2002 käuflich erworben.  

Urkundliche Anlagen

Erste Urkunde vom Schollenhof
17. Dezember 1319

Urkunde 1319

Markgraf Friedrich von Baden verkauft ein Gült von 7 Viertel Roggenkorn und 20 straßb. Pfennigen auf einem Gute in Crienbach um 20 Ofd. H. an Elsbeth, die Tochter des Ritters Heinrich v. Selbach, und ihre Erben."Wir Friderich, uen gotz gnaden ein marggraue uon Baden, uerjeben öffentlich vnd luen kunt allen den, die disen briff sehent, lesent, oder hoerent lesen, das wir reht und redelichen hant verkouff Elsbeten, hern Heinrichs dohter einß ritters von Selbach, vnd iren erben siben vierteil korn geltes rocken kornes, vnd zwwnezige pfenninge geltz Straßburger muenzen in Crienbcah uff dem guete, daz da buwet vnd erbeit Ruodolff Bozze von dem Scholn, vmb zwenzig pfunde guoter haller, des wir uon in gar vnd gaentzlich enpfangen hant vnd in vnsern muez bewart. Vnd globe wir vnd hant globet der uorgenanten Elzebeten vnd irn erben, daz recht weder vnser nach komenden erben sie an dirre unorgenanten korn gulte vnd pfennig gulte niemer wollen irren noch muegen mit keinerley geriht, es si gestlich oder weltlich, mit gueten truwen ane alle geuerde. Daz dis war vnd stete blibe ane allen bruch, des han wir vnsern insigel zuo elm offen vrkund gehencket an disen briff, der wart geben vff vnser burg zuo Eberstein an dem mendag vor sant Thomas tag, da man zalte von gotz geburte druczehenhundert jare vnd nunczehen jar."

 

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