8. internationales Workcamp am Schollenhof

Die Teilnehmer des internationalen Workcamps auf dem Schollenhof:
Susana, Guilem und Roberta (hinten, von links)
Santiago, Mari-Leen, Priit, Carmen, Dilara und Natalie (vorne, von links).

Seit dem 3. Juni 2017 findet am Schollenhof ein weiteres internationales Workcamp statt. Zur Unterstützung der sozialen Einrichtung "Integration Schollenhof" kamen neun  Jugendliche aus Italien, Spanien, Mexiko, Japan, der Schweiz, aus Estland und der Türkei nach Wagshurst. Teamleiterin Natalie Krüger kommt aus Düsseldorf. Sie sind alle zwischen 18 und 27 Jahre alt und überwiegend Studenten.
Vermittelt wurden sie durch die Jugendaustauschorganisation Youth Action for Peace / Christlicher Friedensdienst (www.yap-cfd.de). Diese Organisation will einen Beitrag zur internationalen Verständigung und gegen soziale Ausgrenzung von Menschen leisten. Das Workcamp dauert zwei Wochen und endet am 18. Juni 2017. Die Teilnehmer arbeiten in dieser Zeit in sozialen Projekten mit Kindern, Jugendlichen, Menschen mit Behinderungen, in Umweltprojekten und Friedensinitiativen. Nach den sehr guten Erfahrungen mit diesen Workcamps nahm Otto Grimmig von der "Integration Schollenhof" wieder früh Kontakt mit der yap auf, es meldeten sich zahlreiche Teilnehmer. Sie wurden am Samstag am Bahnhof in Achern abgeholt: Santiago und Carmen aus Mexico, Guillem aus Spanien, Roberta aus Italien, Mari-Leen und Priit aus Estland, Susana aus der Schweiz, Dilara aus der Türkei sowie Teamleiterin Natalie aus Düsseldorf.

Schon gleich am Abend entwickelten sich in englischer Sprache vielfältige Gespräche über die Heimat der Teilnehmer, ihre Interessen und Ziele. Die nächsten Tage ging es dann an die Arbeit, bis zu 6 Stunden täglich waren hierfür vorgesehen. Mit dabei war auch Markus Messing, der am Schollenhof die Betreuung der hier beschäftigten Menschen mit Handicap übernimmt. Zunächst ging es darum, den Hühnerstall samt Hof so auszubauen, dass der Fuchs künftig keine Chance mehr hat. In der kommenden Woche können die Hühner ihr neues Domizil beziehen. Auch der Pferdestall wurde komplett abgeschliffen und ausgebessert und erhält einen neuen Anstrich. Für die kommende Woche ist unter anderem vorgesehen, einen Brunnen zu schlagen und einen zweiten Wasseranschluss herzustellen. Das Besondere am diesjährigen Workcamp ist, dass Natalie als Teamleiterin in der kommenden Woche bereits wieder zurück zum Studium muss, die Gruppe wird dann ohne Leitung auskommen. "Das haben wir aber in der ersten Woche schon vorbereitet", so Natalie, da wurde jeweils ein stellvertretender Teamleiter bestimmt, der mit ihr gemeinsam die Leitungsaufgaben übernahm. Zwei der Teilnehmer waren abwechselnd für die Küche verantwortlich, oft überraschten sie die anderen mit Gerichten aus ihrer Heimat. Am Mittwoch war beispielsweise mexikanische Kost angesagt. Und auch am Donnerstag war etwas Besonderes: Susana feierte ihren 18. Geburtstag.
Die Mitglieder des Workcamps arbeiten nur für Unterkunft und Verpflegung, ihre Anreise haben sie selbst bezahlt. Sie möchten natürlich durch ihren Aufenthalt auch einen Teil Deutschlands kennen lernen, deshalb war dann auch nach Arbeitsschluss ein Besichtigungsprogramm geplant. So stand die Schauenburg ebenso auf dem Programm wie Besuche bei Grill- und Straßenfesten über Pfingsten, so auf dem Münsterblick oder der "Tiergarten Street Party", dem Dorfplatzfest. Auch Allerheiligen und ein Besuch in Straßburg oder die Besichtigung der Fischtreppe bei der Staustufe Gambsheim sind noch vorgesehen.
Die Teilnehmer des Workcamps fühlen sich hier sehr wohl, versichern sie einhellig. Auch die Bevölkerung steht dem Projekt sehr aufgeschlossen gegenüber: wie schon bei den vergangenen Workcamps gingen in der ersten Woche Obst und Gemüse für das Essen ein, auch Kuchen wurde vorbeigebracht. Für die zweite Woche sind die Teilnehmer zuversichtlich, dass diese Unterstützung fortgesetzt wird.

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